Hämorrhoiden, Fisteln & Fissuren
Verständliche medizinische Informationen zu Diagnose, Symptomen und modernen Therapieformen im Bereich der Enddarmmedizin.
Schmerzenden Knoten in der Analgegend, mal mit Juckreiz, Schmerzen beim Stuhlgang, Brennen, Blutung oder andere Probleme sind weit verbreitete Symptome! Oft werden diese völlig zu Unrecht verschwiegen!
Meistens verbergen sich gut behandelbare Störungen dahinter. Eine gründliche Untersuchung ist aber immer empfehlenswert, damit auch ernsthafte Ursachen noch rechtzeitig erkannt werden können.
Viele Grundlagen des Hämorrhoidenleidens werden heute besser verstanden. Alle etablierten Behandlungsverfahren werden von uns vorgehalten. Sollte eine Operation notwendig sein, werden in der Proktologie Prinzregenten 121 ausnahmslos schonende und schmerzarme Verfahren angewandt, die sich auch nach internationalen Erfahrungen als komfortabel erwiesen hat.
In Verbindung mit den vorgenannten Leiden treten sehr gerne auch Fissuren (schmerzhafte Risse) im Analbereich auf, die im allgemeinen als Hämorrhoiden fehlgedeutet werden. Diese im Laufe der Jahre oft sehr hartnäckige Veränderung, für die von vielen Betroffenen oft sehr viel Geld zur Selbstbehandlung ausgegeben wird, lässt sich in geeigneten Fällen auch chirurgisch beseitigen.
Wichtig ist dabei die Abgrenzung zu einem Fistelleiden. Diese meist aus Nachfolgend haben wir einige Informationsdokumente für Sie zum Download bereitgestellt. hervorgehenden entzündliche Erkrankung, die in aller Regel eine chirurgische Behandlung erfordert, wird von uns so durchgeführt, dass der Schließmuskel nicht gespalten wird und damit immer eine Kontinenz erhalten bleibt.
Alle vorgenannten Erkrankungen sind über Jahre unbehandelt geeignet, zusätzlich zur altersabhängigen Gewebeschwäche eine Inkontinenz (Stuhlhalteschwäche) zu begünstigen.
Patienten-Downloads
Nachfolgend haben wir einige Informationsdokumente als PDF-Dateien für Sie zum Download bereitgestellt.
Hämorrhoiden (Hämorrhoidalcolon)
Hämorrhoiden sind Gefäßpolster (Schwellkörper) am Ausgang des Enddarms, die jeder Mensch besitzt. Zusammen mit dem Schließmuskel dichten sie den After luft- und flüssigkeitsdicht ab. Erst wenn diese Polster krankhaft vergrößert sind und Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Nässen oder Blutungen verursachen, spricht man von einem Hämorrhoidal-Leiden.
Schweregrade und Symptome
- Grad I: Nur proktoskopisch sichtbar, schmerzlos, gelegentliche hellrote Blutungen.
- Grad II: Treten beim Pressen kurzzeitig heraus und ziehen sich selbstständig zurück.
- Grad III: Treten beim Pressen oder Gehen heraus und müssen von Hand zurückgeschoben werden.
- Grad IV: Dauerhaft außen liegend, lassen sich nicht mehr zurückschieben (Fixierter Prolaps).
Moderne Therapieverfahren
Die Wahl der Behandlung richtet sich streng nach dem jeweiligen Krankheitsstadium:
- Konservativ (Grad I-II): Gummibandligatur (Abbindung), Sklerosierung (Verödung) sowie Beratung zur Stuhlregulierung.
- Operativ (Grad III-IV): Schonende Stapler-Hämorrhoidopexie (nach Longo) oder klassische plastische Rekonstruktionen unter Schließmuskelschonung.
Anale Fisteln und Abszesse
Ein Analabszess ist eine akute eitrige Entzündung im Gewebe rund um den After. Ursache ist meist eine Infektion der proktodäalen Drüsen, die im Bereich des Schließmuskels liegen. Aus einem Abszess entwickelt sich sehr häufig eine Analfistel – ein kleiner, chronisch entzündlicher Gang, der die Drüse mit der Hautoberfläche verbindet.
Symptome & Dringlichkeit
Ein Abszess äußert sich durch zunehmende, oft pochende Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Fieber. Dies ist ein akuter Notfall, der zeitnah operativ entlastet werden muss, um eine großflächige Gewebeschädigung zu verhindern. Analfisteln hingegen verursachen eher chronischen Ausfluss (Eiter/Wundwasser), Juckreiz und zeitweise Schmerzen.
Therapeutische Optionen
Fisteln heilen fast nie spontan ab und müssen in der Regel operiert werden, um ein Wiederkehren von Abszessen zu verhindern:
- Abszessspaltung: Akute chirurgische Eröffnung zur Entlastung und Eiterdrainage (meist ambulant).
- Fistelspaltung (Fistulektomie): Vollständiges Herausschneiden oder Spalten des Fistelgangs bei oberflächlichem Verlauf ohne Schließmuskelgefahr.
- Schonende Plastiken: Schleimhautverschiebelappen (Flap-Verfahren) oder Faden-Drainagen bei komplexen Fisteln, die durch den Schließmuskel verlaufen.
Analfissur (Afterriss)
Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss in der empfindlichen Haut des Afterkanals. Sie entsteht meist durch harten Stuhlgang, chronischen Durchfall oder mechanische Belastung. Der starke Schmerz beim Stuhlgang führt oft zu einer reflexartigen Verkrampfung des inneren Schließmuskels, was die Durchblutung stört und die Wundheilung weiter behindert.
Symptome
- Stechende, langanhaltende Schmerzen während und nach dem Stuhlgang.
- Hellrote Blutauflagerungen auf dem Stuhl oder Toilettenpapier.
- Häufig einhergehender hartnäckiger Juckreiz und Brennen im Analbereich.
Therapiekonzept
Das Hauptziel ist die Entspannung des Schließmuskels, um den Teufelskreis aus Schmerz und Krampf zu durchbrechen:
- Konservative Behandlung: Spezielle Salben (zur Muskelentspannung), Dehnungstraining (Analdehner), ballaststoffreiche Ernährung zur Stuhlregulierung.
- Chirurgische Intervention: Fissurektomie (Ausschneiden des chronisch veränderten Fissurgewebes) unter absoluter Schonung des Schließmuskels, falls konservative Therapien nach Wochen keine Abheilung bringen.
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